Stefan Steinbach im Interview

zum Thema: Digitaliserung im Pro-Logistik-Team

Wir haben unseren Geschäftsführer gefragt:

 

  • Wie bist du zur Pro Logistik gekommen?
  • Und mit welcher Tätigkeit hast du begonnen?

 

Jung, ohne Not, jedoch voller Tatendrang offen für eine "echte" berufliche Herausforderung mit Perspektive, kreuzten sich meine Wege mit denen von Pro-Logistik-Team-Inhaber Reinhold Hausbeck. Die noch relativ junge Firma mit 11 Mitarbeitern/innen war auf Vergrößerung ausgerichtet. Meine Aufgabe war die aktive Neukundenakquise um diese Vergrößerung mit zu ermöglichen. Wir gründeten also eine Vertriebs-Abteilung, heute würde man es wohl "Sales" nennen. Es herrschte wahre Aufbruchstimmung. Digital war damals eher ein Fremdwort, mein Handy hatte Tasten und eine Stummelantenne. Wir arbeiteten mit europäischen YellowPages zum Durchblättern. Versandleiter bekam man noch persönlich ans Telefon, eine sehr spannende Zeit.​

​Übrigens, einig geworden sind Reinhold und ich uns - nicht untypisch für uns beide - bei unseren  Matches in der Squash-Halle per Handschlag. So haben wir unsere Zusammenarbeit fixiert. Das war 1997.

  • Seit wann arbeitet die Pro Logistik Digitalisiert?
  • Wie verlief die Umstellung?

 

Das Pro-Logistik-Team arbeitet fast von Beginn an digitalisiert, wenn man das erste DOS-basierte Speditionsprogramm da mit einbezieht. Wirklich digital wurde es mit einer auf uns zugeschnittenen Software 2001. Man muss sich vorstellen, dass aufgrund diverser Vorgaben parallel analog gearbeitet wurde: für jeden einzelnen Transport wurde eine Akte angelegt und archiviert. Bei mehreren hundert Ladungen am Tag wurden entsprechend viele Akten produziert. Wir mussten bald eine Lagerhalle zur Aufbewahrung dieser Akten in Betrieb nehmen.

2014 starteten wir mit der Einführung des komplett papierlosen Dokumentenmanagementsystems. Es war ein großer und ehrfurchtgebietender Schritt, der jedoch einwandfrei funktionierte. Der Trick war, dass die Digitalisierung aus dem Hause unseres Softwareanbieters entstanden war und somit perfekt mit unserem bisherigen Speditionsprogramm korrespondiert. Auch aufgrund der selbsterklärenden Logik des Programms, brauchte es nur eine sehr kurze Umschulungszeit für unser Team und brachte keine Anlaufschwierigkeiten mit sich.

  • Welche Aufgaben sind neu dazugekommen / was hat sich verändert?
  • Vor- und Nachteile im Arbeitsalltag?

 

Auch die selbstständigste Software will intern betreut werden, es braucht eine zentrale Schnittstelle zum Anbieter, jemand der die internen Schulungen vornimmt, die Updates einspielt und Programmierungen nach unseren Bedürfnissen erarbeitet, vorantreibt und begleitet. Das sind spannende und herausfordernde Aufgaben welche also mit fortschreitender Digitalisierung einhergehen. 

Unsere eigentliche Tätigkeit hat sich dadurch nur teilweise verändert. Die digitalen Entwicklungen in der Telefonie, Archivierungs- und Fachsoftware, Sendungsverfolgung und so weiter sind natürlich im Tagesablauf nicht mehr wegzudenken. Wir nutzen dies, um uns das Tagesgeschäft zu erleichtern, effektiv und sauber zu arbeiten. Somit sehe ich das klar als Vorteil. Wir leben in den 2020igern, es wird, was das Thema Digitalisierung  betrifft, keinen Schritt zurück geben. Und das ist auch gut so.

Wichtig ist bei aller Digitalisierung, dass der persönliche und menschliche "Draht" erhalten bleibt. Zum Kunden, zum Frächter, zum Kollegen. Zu unserer Unternehmenskultur zählen eben auch für uns sympathische, analoge Vorgänge. Geht es um die Entwicklung einer Verkehrsabteilung findet ein persönliches Meeting statt, das kann im Garten auf unserem Betriebsgelände bei schönem Wetter unterm Apfelbaum sein, im Besprechungsraum, auf einem Spaziergang durch den Ort oder in einem Café. Mit dabei ist dann ein klassischer Collegeblock auf dem Szenarien mit Kugelschreiber skizziert werden (klingt Oldschool, funktioniert aber bestens!). Das fördert die Kreativität, zieht die menschlichen Komponenten mit ein und ermöglicht meist ein positives Ergebnis.